
PFK BAUERNHOFTHERAPEUT

Wir vergeben für die August Ausbildungsrunde noch 3 Stipendienplätze!
Als Stipendienplatzinhaber bekommst Du den Lehrgang um 1500€ rabattiert.
PfK Bauernhoftherapie
Wo Tiere Kinder fördern
Berufsbegleitender Gesamtlehrgang
Tiere, Natur und die vielfältigen Aufgaben auf einem Bauernhof bieten Kindern besondere Möglichkeiten zum Lernen, Erleben und Entwickeln.
In unserem Gesamtlehrgang verbindest du Bauernhofpädagogik mit Bauernhoftherapie.
Du lernst zunächst die Grundlagen der pädagogischen Arbeit auf dem Bauernhof und entwickelst darauf aufbauend die Kompetenzen für gezieltes therapeutisches Arbeiten.
Wir verbinden Elemente von Montessori Pädagogik, Cornell, Systemik zu einer einzigartigen, therapeutischen Lernumgebung.
Was ist Bauernhoftherapie?
Bauernhoftherapie nutzt den Bauernhof mit seinen Tieren, der Natur und seinen echten, sinnvollen Tätigkeiten als therapeutischen Erfahrungsraum.
Dabei geht es nicht darum, Kinder einfach Tiere streicheln oder bei der Stallarbeit helfen zu lassen.
Die Tätigkeiten werden bewusst ausgewählt und mit einem konkreten Förder- oder Therapieziel verbunden.
Ein Tier versorgen, Eier sammeln, ein Gehege vorbereiten, im Garten arbeiten, Tiere beobachten oder gemeinsam eine Aufgabe lösen – nahezu jede Alltagssituation auf dem Bauernhof kann Möglichkeiten bieten, um Kinder gezielt in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Was macht Bauernhoftherapie so besonders?
Der große Unterschied zu vielen anderen tiergestützten Angeboten ist die Vielfalt des Bauernhofes.
Hier steht nicht nur ein Tier im Mittelpunkt.
Je nach Kind, Situation und Ziel können ganz unterschiedliche Tiere, Tätigkeiten und Erfahrungsräume genutzt werden.
Tiere
Hühner, Schafe, Ziegen, Schweine, Kaninchen, Pferde oder andere Hoftiere bringen ganz unterschiedliche Eigenschaften mit und ermöglichen unterschiedliche Begegnungen.
Natur
Wetter, Jahreszeiten, Pflanzen, Erde und natürliche Veränderungen schaffen echte Erfahrungen und sprechen die Sinne unmittelbar an.
Sinnvolle Tätigkeiten
Tiere müssen versorgt werden. Wasser wird gebraucht. Ein Stall muss vorbereitet werden. Pflanzen wachsen und benötigen Pflege.
Kinder erleben:
„Was ich tue, hat eine Bedeutung.“
Bewegung & Wahrnehmung
Tragen, schieben, fühlen, riechen, beobachten, sortieren, füttern, graben oder vorsichtig Kontakt aufnehmen – der Bauernhof bietet vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und sinnliche Erfahrungen.
Beziehung & Verantwortung
Tiere reagieren unmittelbar und wertfrei. Gleichzeitig haben sie eigene Bedürfnisse und Grenzen.
Kinder können lernen, Signale wahrzunehmen, Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und das eigene Verhalten zu reflektieren.
Struktur & Regulation
Wiederkehrende Abläufe und Aufgaben können Orientierung und Sicherheit geben. Gleichzeitig entstehen natürliche Situationen, in denen Flexibilität, Frustrationstoleranz und Selbstregulation gefragt sind.
Nicht die Aktivität entscheidet – sondern das Ziel
Genau hier setzt unsere Ausbildung zum PfK Bauernhoftherapeuten an.
Wir möchten dir nicht einfach einen Ordner mit fertigen Übungen an die Hand geben.
Du sollst lernen zu verstehen:
Was braucht dieses Kind?
Welches Ziel verfolgen wir?
Welches Tier, welche Tätigkeit oder welcher Bereich des Bauernhofes könnte dafür geeignet sein?
Warum wähle ich genau diese Intervention?
Was beobachte ich dabei?
Und wann muss ich mein Vorgehen verändern?
So wird aus einer Aktivität auf dem Bauernhof ein gezielt geplanter und reflektierter Förder- bzw. Therapieprozess.
Unsere Arbeitsweise
In unserem Konzept verbinden wir die Möglichkeiten der tiergestützten Arbeit mit Elementen aus Montessori-Pädagogik, ganzheitlichem Lernen, Natur- und Erfahrungslernen sowie systemischen und therapeutischen Ansätzen.
Ein wichtiger Grundgedanke dabei ist:
Hilf mir, es selbst zu tun.
Kinder sollen möglichst viel selbst erfahren, ausprobieren, be-greifen und entdecken können.
Der Bauernhof bietet dafür eine außergewöhnliche Umgebung.
Therapeutisches Arbeiten bedeutet für uns aber gleichzeitig, diese Erfahrungen nicht dem Zufall zu überlassen.
Wir beobachten, planen, begleiten, reflektieren und passen Interventionen an die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Kindes an.
Für wen ist der Lehrgang geeignet?
Der Gesamtlehrgang PfK Bauernhofpädagogik & Bauernhoftherapie richtet sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche professionell mit Tieren und in der Natur begleiten möchten.
Zum Beispiel an Menschen aus:
- Pädagogik und Sozialpädagogik
- Erziehung und Kinderbetreuung
- Heilpädagogik
- Therapie und Psychologie
- Sozialer Arbeit
- tiergestützten Arbeitsfeldern
- Landwirtschaft und Bauernhofpädagogik
- sowie engagierte Quereinsteiger mit entsprechender Motivation und Praxismöglichkeit
Du musst nicht bereits PfK Bauernhofpädagog sein.
Die vollständige Ausbildung zum PfK Bauernhofpädagogen ist bereits in den Gesamtlehrgang integriert.
Du startest mit den pädagogischen Grundlagen und entwickelst deine Kompetenzen anschließend im therapeutischen Ausbildungsabschnitt weiter.
Du bist bereits PfK Bauernhofpädagoge?
Dann musst du selbstverständlich nicht noch einmal von vorne beginnen.
Bereits ausgebildete PfK Bauernhofpädagog können direkt in das therapeutische Modul einsteigen.
So gibt es zwei Wege zum Abschluss:
Du startest neu?
Bauernhofpädagogik + Bauernhoftherapie → PfK Bauernhoftherapeut
Du bist bereits PfK Bauernhofpädagog?
Therapeutisches Modul → PfK Bauernhoftherapeut
Für wen kann Bauernhoftherapie eingesetzt werden?
Bauernhoftherapeutische Angebote können – abhängig von Qualifikation, Auftrag, individuellen Voraussetzungen sowie Indikationen und Kontraindikationen – beispielsweise Kinder und Jugendliche begleiten, die Unterstützung benötigen in den Bereichen:
- Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
- emotionale und soziale Entwicklung
- Selbstregulation
- Wahrnehmung
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Kommunikation
- Motorik
- Umgang mit Ängsten
- Frustrationstoleranz
- Beziehungsgestaltung
- Verantwortungsübernahme
- Alltagskompetenzen
Auch besondere Bedürfnisse und unterschiedliche Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten werden im Lehrgang anhand konkreter Fälle betrachtet.
Dabei ist uns besonders wichtig:
Nicht jedes Tier und nicht jede Intervention passt zu jedem Menschen.
Professionelles Arbeiten bedeutet deshalb auch, Grenzen zu erkennen, Kontraindikationen zu beachten und zu wissen, wann andere Fachpersonen oder Hilfesysteme hinzugezogen werden müssen.
Worum geht es?
Der Lehrgang besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Bereichen:
1. PfK Bauernhofpädagogik
Hier lernst du, den Bauernhof als pädagogischen Lern- und Entwicklungsraum zu nutzen.
Du beschäftigst dich unter anderem mit:
- pädagogischer Arbeit mit Kindern
- Entwicklungs- und Lernprozessen
- unterschiedlichen Tierarten
- Tierwohl und Sicherheit
- Natur- und Bauernhoferfahrungen
- Planung pädagogischer Angebote
- Förderung von Selbstständigkeit und Verantwortung
- Gestaltung sinnvoller Lern- und Erfahrungsräume
Dabei steht das pädagogische Begleiten und Fördern im Mittelpunkt.
2. PfK Bauernhoftherapie
Im zweiten Teil geht es einen Schritt weiter.
Du lernst, einen Fall fachlich zu verstehen, therapeutische Ziele zu formulieren und Tiere, Tätigkeiten und den Lebensraum Bauernhof gezielt als Intervention einzusetzen.
Der therapeutische Prozess bildet dabei den roten Faden:
Auftrag → Fall verstehen → Ressourcen & Belastungen erkennen → Ziele setzen → Intervention planen → durchführen → beobachten → evaluieren → anpassen
Vom pädagogischen zum therapeutischen Arbeiten
Der Aufbau des Lehrgangs ist bewusst aufeinander abgestimmt.
Zunächst lernst du:
Wie kann der Bauernhof Kinder in ihrer Entwicklung fördern?
Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit der Frage:
Wie kann ich diese besonderen Möglichkeiten gezielt und fachlich begründet in einen therapeutischen Prozess einbinden?
So entsteht Schritt für Schritt der Kompetenzaufbau:
wahrnehmen → verstehen → fördern → planen → begründen → intervenieren → beobachten → anpassen → evaluieren
Inhalte der Bauernhoftherapie
Im therapeutischen Teil beschäftigen wir uns unter anderem mit:
Therapeutische Grundlagen
- therapeutische Haltung und Rolle
- Auftrag und Auftragsklärung
- Indikation und Kontraindikation
- professionelle Grenzen
- interdisziplinäre Zusammenarbeit
Fallverständnis & Zielsetzung
- Anamnese
- Ressourcen und Belastungsfaktoren
- Beobachtung und Interpretation
- Hypothesenbildung
- therapeutische Ziele
- beobachtbare Zielkriterien
Der Bauernhof als therapeutischer Raum
- unterschiedliche Tierarten
- Tierkontakt und Tierbeobachtung
- Versorgung und Fütterung
- Stallarbeit
- Garten und Pflanzen
- Natur
- Bewegung und Ruhe
- Routinen und Strukturen
- Verantwortung
- Hofprozesse
Dabei geht es immer um die Frage:
Warum wähle ich für dieses Ziel bei diesem Menschen genau diese Intervention?
Beziehung & Regulation
- therapeutische Beziehung
- Co-Regulation und Selbstregulation
- Nähe und Distanz
- Widerstand und Rückzug
- Überforderung
- Gesprächsführung
- Elternarbeit
- herausfordernde Situationen
Dokumentation & Evaluation
- professionelle Dokumentation
- Beobachtung und Interpretation
- Verlaufsbeobachtung
- Zielüberprüfung
- Evaluation
- Anpassung von Interventionen
- Transfer
Komplexe Fälle & Grenzen
- komplexe Fallkonstellationen
- Dysregulation und Krisen
- Kinderschutz
- Kontraindikationen
- fachliche Grenzen
- Weiterverweisung
- interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Supervision und Selbstfürsorge
Lernen mit echten Fällen
Der Lehrgang ist praxisnah aufgebaut.
Im therapeutischen Teil arbeitest du regelmäßig mit konkreten Fällen und Fragestellungen.
Zum Beispiel:
Welches Ziel steht im Vordergrund?
Welches Tier oder welche Tätigkeit eignet sich dafür?
Warum wähle ich diese Intervention?
Was möchte ich beobachten?
Woran erkenne ich eine Veränderung?
Wann muss ich meine Intervention anpassen?
Wo liegen meine fachlichen Grenzen?
So wird aus theoretischem Wissen praktisches Handeln.
Praxis
Auch die eigene praktische Arbeit ist Bestandteil des Lehrgangs.
Im Bereich Bauernhoftherapie gehören dazu:
- 5 Praxisaufträge zuhause mit Dokumentation
- 7 Stunden Praktikum
- ein eigener Praxisfall
- 5 dokumentierte Einheiten mit diesem Praxisfall
Der eigene Fall begleitet dich durch den therapeutischen Teil und bildet die Grundlage für deine Abschlussarbeit.
Gemeinsam mit der PfK Reittherapie
Drei Fachmeetings finden gemeinsam mit den Teilnehmenden der PfK Reittherapie statt.
Dabei betrachten wir Fälle aus beiden Fachrichtungen.
Themen sind:
- AD(H)S & Autismus
- Angst, Regulation & herausforderndes Verhalten
- diverse Krankheitsbilder
- Trauma & komplexe Fälle
So lernst du auch fachrichtungsübergreifend zu entscheiden:
Wann eignet sich der Bauernhof? Wann das Pferd? Welches Tier oder Setting ist sinnvoll – und wann ist tiergestütztes Arbeiten möglicherweise nicht angezeigt?
Ablauf
Der Gesamtlehrgang ist in zwei aufeinander aufbauende Abschnitte gegliedert:
Teil 1 – PfK Bauernhofpädagogik
Du erarbeitest dir die pädagogischen Grundlagen für die professionelle Arbeit mit Kindern, Tieren, Natur und Bauernhof.
Dauer: 8 Monate Ablauf und inhalte siehe "Bauernhofpädagoge"
Danach geht es direkt weiter mit:
Teil 2 – PfK Bauernhoftherapie
Dauer: 6 Monate
Der therapeutische Teil umfasst:
- 1 Einführungsmeeting
- 6 begleitete Selbststudien
- 6 Live-Arbeitsmeetings via Zoom -abends 20:30 inklusive Aufzeichnung
- 3 gemeinsame Fachmeetings mit der PfK Reittherapie
- 5 Praxisaufträge
- 7 Stunden Praktikum
- 1 eigener Praxisfall mit 5 dokumentierten Einheiten
- Abschlussarbeit
- gemeinsames Abschlussmeeting
Abschluss
Im therapeutischen Teil erstellst du eine 10–15-seitige Abschlussarbeit über deinen eigenen Praxisfall.
Zum Abschluss präsentierst du deinen Fall im gemeinsamen Prüfungsmeeting und beantwortest fachliche Fragen zu deinem Vorgehen.
Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Lehrgangs verfügst du damit über die Qualifikationen:
PfK Bauernhofpädagoge
& PfK Bauernhoftherapeut
Ein Lehrgang – zwei aufeinander aufbauende Qualifikationen.
Nächster Start: 12.11.2026
Kosten: 4990€ inklusive
als Einzelmodul für PFK Bauernhofpädagogen: 1990€
Bauernhofpädagogenlehrgang, Skripte auf der Lernplattform, Willkommensmaterialien, Stallschilder, Zertifikate und allen Materialien



