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Traumasensible Reitpädagogik/Reittherapie Start 19.05.2026

€1 499,00
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Produktbeschreibung

Dauer & Rahmen

  • 16 Meetings : 19.05.2026 20:30 - 04.08.2026 20:30 dienstags, 12.08.2026 & 19.08.2026 20:30 mittwochs, 25.08.2026 + 01.09.2026 20:30 dienstags
  • Zeitraum: 16 Wochen
  • Rhythmus: 1 Meeting pro Woche (live via Zoom online)
  • Kosten: 1.499 €
  • Format: Theorie, Praxisbeispiele, Reflexion, Austausch

Ziel des Lehrgangs

Dieser Lehrgang richtet sich an Reitpädagog innen, Reittherapeut innen, Fachkräfte aus pferdegestützten Arbeitsfeldern sowie angrenzenden pädagogischen und sozialen Berufen, die traumasensibel, verantwortungsvoll und fachlich fundiert mit Menschen und Pferden arbeiten möchten.

Traumasensibles Arbeiten bedeutet mehr als Methodenwissen:
Es erfordert ein tiefes Verständnis von Trauma, Nervensystemen, Beziehungsgestaltung – und vom Pferd als fühlendem, mitregulierendem Wesen.


Inhalte des Lehrgangs

1. Fundiertes Traumawissen

  • Grundlagen der Psychotraumatologie
    (Typ-I- und Typ-II-Trauma, Entwicklungstrauma)
  • Trauma als Überlebensstrategie (keine „Störung“)
  • Neurobiologische Grundlagen
  • Nervensystem & Polyvagal-Theorie
  • Bindung & Entwicklungstrauma
  • Trigger, Flashbacks und Dissoziation erkennen
  • Stabilisierungstechniken
  • Grenzen der eigenen Rolle
    (Was ist Pädagogik? Was ist Therapie?)

2. Traumasensibles Arbeiten mit dem Pferd

Traumasensibles Arbeiten steht und fällt mit dem Pferd.

  • Ethologische Grundlagen
  • Stress-, Beschwichtigungs- und Überforderungssignale beim Pferd
  • Ko-Regulation zwischen Mensch und Pferd
  • Pferdeauswahl & Eignung
  • Trainingsmethoden ohne Druck
  • Freiarbeit & Bodenarbeit im Trauma-Kontext

3. Haltung & Beziehungsgestaltung

  • Selbstreflexion: eigene Trigger und Stressmuster erkennen
  • Macht- und Rollenklarheit
  • Feinfühlige, würdige Kommunikation
  • Grenzen setzen ohne Beschämung
  • Macht, Scham und Beschämung im pädagogischen Kontext
  • Ressourcenorientiertes, würdebasiertes Arbeiten

4. Methodik im Trauma-Kontext

  • Aufbau sicherer Settings
  • Rituale und klare Strukturen
  • Dosierung von Nähe und Distanz
  • Umgang mit Dissoziation
  • Deeskalation bei Überflutung
  • Notfallpläne
  • Arbeit ohne Leistungsdruck
  • Körperwahrnehmung & nervensystemische Selbstregulation

5. Rechtliches & klare Abgrenzung zur Therapie

  • Haftung und Verantwortung
  • Schweigepflicht & Datenschutz
  • Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit Therapeut*innen
  • Klare Kommunikation nach außen:
    Was darf ich? Was darf ich nicht?

6. Selbstfürsorge & Psychohygiene

Trauma-Arbeit braucht stabile Fachkräfte.

  • Resilienztraining
  • Abgrenzungsstrategien
  • Nervensystemfreundliche Selbstfürsorge
  • Supervision als Standard – nicht als Bonus

Besonderheiten des Lehrgangs

  • traumasensibler, würdevoller Ansatz
  • klare Abgrenzung zwischen Pädagogik und Therapie
  • Fokus auf Mensch und Pferd
  • praxisnah, reflektiert und verantwortungsbewusst
  • Raum für Fragen, Austausch und persönliche Entwicklung
Traumasensible Reitpädagogik/Reittherapie Start 19.05.2026